Ein Einwurf von Michael Peter zum verpassten Aufstieg des FV Gröditz 1911
Es sollte nicht sein. Obwohl mit einem Punkt Vorsprung in das letzte Saisonspiel beim TSV Cossebaude gegangen, schaffte es der FV Gröditz am vergangenen Samstag nicht, den 1. Platz zu verteidigen. Mit 1:2 verlor das Schuster-Team in Dresden, währenddessen Konkurrent SG Weixdorf mit einem 4:0 über Tauscha noch an Gröditz vorbeizog und den Bezirksligaaufstieg perfekt machte. Die Enttäuschung auf Gröditzer Seite war verständlicherweise groß, wenn man noch auf der Zielgeraden scheitert. Aber: Die Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt und in 30 Spielen 21 Siege eingefahren. Das ist äußerst anerkennenswert. Nach den durchwachsenen Leistungen der Vorjahre hat man das dem FV 1911 eigentlich nicht zugetraut. Deshalb wäre der Aufstieg ein Riesenerfolg gewesen. Jetzt gilt es nach vorn zu schauen. Nächstes Jahr geht es also wieder in der Bezirksklasse um Tore und Punkte. Mit der Mannschaft kann Gröditz sicherlich wieder in der Tabellenspitze mitspielen, wobei die Konkurrenz groß ist. Hellerau/Klotzsche, der Dresdner SC und Absteiger Meißner SV werden wohl oben ein Wörtchen mitreden. Auch Großenhain ist wieder zurück. Das verspricht tolle Derbys.
Übrigens: Nächstes Jahr wird der Fußballverein Gröditz 100 Jahre alt. Vielleicht gelingt dann der große Wurf. Gut aufgestellt ist der Club jedenfalls. Der neue Vorstand verrichtet gute Arbeit, das Vereinshaus ist fast fertig gestellt, im Jugendbereich gibt es nun den Junioren-Förderverein und der DFB-Stützpunkt ist allseits anerkannt. Das bedeutet: Der FV 1911 ist auf dem Weg nach oben. Wenn der irgendwann noch in die Bezirksliga führt, wäre das Glück perfekt.
PS: Dieser Kommentar erscheint nächsten Freitag in der Gröditzer Monatszeitung "RöderJournal", dessen Chefredakteur ich bin.